Bildschirmtyp

Welche Bildschirme und Technologien gibt es?

LCD, OLED, UHD – die Fernsehwelt hat viel zu bieten, versteckt ihre Innovationen aber oft hinter kryptischen Abkürzungen.

TV-Erlebnis bringt Licht in den Bildschirm. Im Bereich Flachbildschirme existieren grundsätzlich die zwei TV-Technologien „Plasma“ und „LCD“, wobei ein Plasma-Fernseher ein Plasma-Display und ein LCD-TV ein LCD-Display hat.

Bildschirmtyp #1: Plasma

Unter einem „Plasma“-Bildschirm versteht man einen Farb-Flachbildschirm. Das Licht wird mit Hilfe von Leuchtstoffen erzeugt, die durch das von Gasentladungen erzeugte Plasma angeregt werden. Jeder der über 2 Millionen Bildpunkte eines Full-HD-Plasma-Fernsehers produziert das notwendige Licht selbst. Die technologisch bedingten Vorteile sind eine vollkommen homogene Bildausleuchtung, eine natürliche Farbwiedergabe, eine exzellente Bewegungsdarstellung und eine hervorragende Kontrastdarstellung aus jedem Betrachtungswinkel.

Bildschirmtyp #2: LCD

LCD (liquid crystal display) ist ein Flüssigkristallbildschirm. Wenn ein bestimmtes Maß an elektrischer Spannung angelegt wird, beeinflussen die Flüssigkristalle die Polarisationsrichtung von Licht. LCD-Fernseher benötigen eine Hintergrundbeleuchtung (LED oder OLED), um ein Bild zu erzeugen

Split-Screen für Sportfans und Spieler

Picture-by- Picture, Split Screen oder auch „geteilter Bildschirm“ ist eine Technologie, die den Bildschirm in zwei oder mehrere Bereiche teilt, um mehrere Inhalte und Handlungen gleichzeitig zu zeigen. Vor allem für Spieler und Sportfans ist diese Technologie geeignet.

Aus diesem Grund wird der Split Screen am häufigsten in der Branche der Computerspiele verwendet. Hier kann man den Split-Screen als Lösungen einsetzen um mehrere Spieler an einem Gerät und einem Bildschirm spielen lassen zu können, aber trotzdem hat jeder sein eigenes Spielfeld, in dem er agieren kann und die Blickwinkel unabhängig von den anderen Spieler beeinflussen kann.

Dank der immer größeren Bildschirme und Bildschirmauflösungen gewinnt die Split-Screen-Technologie auch bei Fernsehern immer größere Bedeutung. Vor allem UHD eröffnet ganz neue Möglichkeiten: von mehrere Kameraeinstellungen gleichzeitig bis zu mehreren Filmen gleichzeitig auf einem Bildschirm anschauen – der Ton kann über Funk direkt auf Kopfhörer gespielt werden. Bei Fernsehern wird es oft PIP (Picture in Picture) genannt.

Möglich wird das Ganze, wenn zwei Videosignale parallel dargestellt werden. Über zwei DVI-Eingänge nimmt das TV-Gerät das Bild als Ganzes aus einem Dual-Link-Signal oder bedient zwei einzelner Signale.

Bildschirmbeleuchtung

Bei den Bildschirmbeleuchtungen kann zwischen LED und OLED unterschieden werden. „LED“ steht für „light-emitting diode“, ein Licht emittierendes Halbleiter-Bauelement. Die Beleuchtung sorgt für eine homogene Bildausleuchtung, tolle Kontrast- und Schwarzwerte und eine optimale Bildqualität; noch dazu ist sie energieeffizient. LEDs sind entweder im Rahmen („Edge-LED“) eingebaut (wobei der Fernseher sehr flach sein kann) oder direkt hinter den LCD-Zellen („Direct-LED“) platziert (der Fernseher ist nicht gar so dünn, erreicht aber höhere Kontrastwerte).

„O-LED“ steht für „organic light emitting diode“, ein leuchtendes Dünnschichtbauelement aus organischen halbleitenden Materialien. Die Stromdichte und Leuchtdichte sind geringer als bei LED und es sind keine einkristallinen Materialien erforderlich. O-LED verspricht eine bessere Bildqualität, eine perfekte Ausleuchtung aus jedem Betrachtungswinkel und zieht eine fast unendliche Geschwindigkeit in der Bewegung nach sich – und das auch bei Bildschirmdiagonalen von über zwei Metern. Das Bild ist außerdem – bereits ohne 3D – so plastisch, dass es eine Tiefenwirkung erzielt. Aufgrund der O-LED Beleuchtung können Fernseher sehr dünn (3-5mm) produziert werden.

4K: bedeutet viermal so viele Pixel wie Full HD-Geräte

Ob Bilder als scharf oder unscharf wahrgenommen werden, hängt vor allem davon ab, wie gut ein Fernsehgerät die Bilder auflöst – oder mit anderen Worten: aus wie vielen einzelnen Bildpunkten der Fernseher das Gesamtbild zusammensetzt. In Zeiten der Röhrenfernseher geschah das in der sogenannten Standardauflösung. Diese Technik wurde allerdings schon vor einigen Jahren durch die Entwicklung hochauflösenden Fernsehens abgelöst: Full HD-Fernseher, die heute sehr verbreitet sind, können Bilder bereits mit fünfmal so vielen Bildpunkten darstellen wie Röhrenfernseher.

Mittlerweile hat der Fortschritt aber auch die HD-Fernseher überholt. Das Schlagwort für die Zukunft des Fernsehens lautet 4K. Die neuen Displays bieten viermal so viele Pixel wie Full HD-Geräte. Ihre Bilder sind deshalb unglaublich scharf, klar und detailgetreu. Und weil 4K-Fernseher die Details viel feiner auflösen, gelingt es ihnen, eine bislang nicht gekannte Tiefenwirkung zu vermitteln. Das Resultat: Ein Bild, das aussieht wie das echte Leben. Doch was bedeutet das für das eigene Wohnzimmer?

Die optimale Bildschirmgröße

Eine der häufigsten Fragen bei der Suche nach dem richtigen Fernseher ist die nach der geeigneten Bildschirmgröße. Lange galt, dass sich die passende Größe danach richte, wie weit man im Wohnzimmer vom Empfangsgerät entfernt sitze. Mittlerweile gelten hier aber neue Regeln. Der Grund: Die ultrahohen Auflösungen neuer Fernseher mit 4K-Technologie liefern so scharfe Bilder, dass für das menschliche Auge auch aus kürzester Distanz kein Qualitätsverlust zu erkennen ist.

Achtung, Achtung!

Die Faustregeln für die Berechnung des Abstands zwischen Sitzposition und Fernseher ist veraltet. Lange Zeit galt: Die passende Größe eines Fernsehers hängt von der Größe des Raumes ab, in dem das Gerät aufgestellt werden soll. Sitzt der Zuschauer zu nah am Fernseher, beginnt er, mit dem bloßen Auge einzelne Bildpunkte zu erkennen – das Bild wirkt unscharf. Um dies zu vermeiden, lautete der gängige Rat der Experten für Fernseher mit Standardauflösung, etwa acht- bis zehnmal so weit vom Fernseher entfernt zu sitzen, wie dieser hoch ist – eine Faustregel mit großer Wirkung: Von einem 65-Zoll Fernseher hätte der Zuschauer ganze sieben Meter Abstand halten müssen, um trotz der geringen Auflösung ein scharfes Bild zu sehen.

Mit dem Aufkommen hochauflösender Fernsehgeräte hat sich dieses Verhältnis allerdings deutlich geändert: Bei den heute verbreiteten Full HD-Fernsehern genügt bereits eine Entfernung von etwa der dreifachen Höhe des Bildschirms, um mit optimaler Bildqualität fernsehen zu können. Bei einer Bildschirmdiagonale von 65 Zoll sind das nur noch 2,77 Meter.

Die Entwicklung ultrahochauflösender Fernseher hat den nötigen Abstand nun nochmals drastisch verringert. Bei 4K-Fernsehern genügt bereits eine Entfernung von der 0,75-fachen Höhe des Bildschirms, um ohne Verschlechterung der Bildqualität fernzusehen. Für einen 65-Zoll- großen 4K-TV bedeutet dies, dass für das menschliche Auge ab einer Entfernung von 81 Zentimetern keine einzelnen Bildpunkte mehr zu erkennen sind. Schon aus dieser Entfernung wirkt das Bild gestochen scharf. Das optimale Verhältnis von Detailgenauigkeit und angenehmer Perspektive erhält man schließlich bei einem Abstand von 1,88 Meter.

Größer, aber mit weniger Platzbedarf

Sich einen größeren Fernseher zulegen zu wollen, bedeutet also nicht mehr zwingend, auch ein großes Wohnzimmer zu benötigen. Das gilt umso mehr, als die tatsächliche Größe der Fernsehgeräte trotz immer größerer Bildschirme stetig abnimmt. Haben Röhrenfernseher mit ihrer platzraubenden Tiefe ohnehin längst ausgedient, werden auch die Einfassungen moderner Fernseher ständig optimiert. Ein heute gefertigter 65-Zoll-Fernseher – ist deshalb in der Regel deutlich leichter und benötigt weitaus weniger Platz als einer, der vor fünf Jahren hergestellt wurde. Ein Zoll entspricht übrigens 2,54 cm. Der Wert wird diagonal von Ecke zu Ecke gemessen